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Mit Carl McInerney über das „Koordinationstheater” hinausgehen

Mit Carl McInerney über das „Koordinationstheater” hinausgehen

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Veröffentlicht am

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03.03.2026

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5 min

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Schema

Seit 30 Jahren ist Carl McInerney in den Lieferketten von Giganten wie Coca-Cola und Tesco tätig. Er hat gesehen, wie Milliarden in die Lagerautomatisierung investiert wurden, nur um dann zu erleben, wie diese Effizienz zunichte gemacht wurde, sobald eine Palette die Schwelle des Lagers überschritt. Als Regional Commercial Director bei Connected Load Carrier erklärt Carl, warum „Transparenz“ oft an der Lagertür endet und warum Zusammenarbeit ohne Kontinuität still und leise die Margen schmälert.

F: Carl, der Titel Ihrer Sitzung lautet „Die vernetzte Lieferkette: Wenn Zusammenarbeit zum Vorteil wird“. Arbeiten nicht bereits alle zusammen?
A: Ganz ehrlich? Das meiste, was wir heute als Zusammenarbeit bezeichnen, ist in Wirklichkeit nur „Koordinations-Theater“. Wir halten Meetings ab, unterzeichnen strategische Vereinbarungen und betrachten gemeinsame KPIs. Aber sobald eine Palette oder ein anderer Ladungsträger ein Lager verlässt und in ein anderes gelangt, verschwinden die Betriebsdaten. Der Ladungsträger bewegt sich weiter durch die Lieferkette, aber die Daten folgen ihm nicht. Wir alle tun so, als würden wir zusammenarbeiten, aber die Datenkette reißt bei jeder Übergabe. Echte Zusammenarbeit findet nicht in getrennten Büros statt, sondern dann, wenn alle die gleiche, kontinuierliche digitale Wahrheit sehen.

F: Dies deckt sich mit dem, was Professor Richard Wilding OBE kürzlich in seinen „2026 Mega-Trends“ hervorgehoben hat, nämlich dass die Digitalisierung über einfache Effizienz hinausgehen muss. Sehen Sie das auch so?
A: Auf jeden Fall. Professor Wilding hat mit seinem Mega-Trend Nr. 2 vollkommen Recht. Er argumentiert, dass es bei Technologie nicht mehr nur um Effizienz geht, sondern um strategische Anpassungsfähigkeit. Das Problem ist, dass die meisten Unternehmen Technologie nutzen, um bessere Silos zu schaffen, nicht um bessere Ökosysteme aufzubauen. Wenn Ihre „digitale Transformation” an Ihrer eigenen Lagertür endet, haben Sie keine agile Lieferkette aufgebaut. Stattdessen haben Sie nur Ihre eigene interne Grundlage geschaffen. Wahre Resilienz entsteht erst, wenn Daten endlich Übergabepunkte überschreiten können.

F: Sie haben mit mehreren weltweit führenden Unternehmen der Lieferkettenbranche zusammengearbeitet. Wo bricht dieses von Ihnen erwähnte „Theater“ normalerweise zusammen?
A: An der Lagertür. Innerhalb Ihrer vier Wände können Sie eine Effizienz von 10/10 erreichen. Aber sobald Ihre Waren bei einem 3PL oder einem Distributionszentrum eines Einzelhändlers ankommen, verlieren Sie die Kontrolle. Sie bleiben mit manuellen Abstimmungen, Streitigkeiten über „verlorene“ Käfige und „Er sagt, sie sagt“-Diskussionen über Lieferfenster zurück. Diese Reibung zerstört still und leise Ihre Marge. In meinem Vortrag werde ich genau zeigen, wie diese Übergabepunkte zu einem Vorteil statt zu einem operativen Reibungspunkt werden.

F: Wenn die Daten am Tor enden, die Waren aber weiter transportiert werden, wie halten Sie dann die Verbindung zu den Waren in der „Außenwelt“ aufrecht?
A: Sie betrachten das Einzige, was tatsächlich jede Grenze überschreitet: den Ladungsträger. Ihr WMS kommuniziert nicht mit dem ERP Ihres Kunden und Ihr TMS sieht nicht in dessen Lager, aber die Palette oder der Rollkäfig ist bei jedem einzelnen Schritt dabei! Indem wir dieses sogenannte „dumme” Asset in einen digitalen Anker verwandeln, stellen wir die Historie, den Standort und den Status der mit ihnen transportierten Waren sicher. Es ist der physische Klebstoff für ein digitales Ökosystem.

F: „Digitale Ökosysteme“ klingt wie ein Modewort. Ist das für den durchschnittlichen Logistikmanager tatsächlich skalierbar?
A: Komplexität ist der Feind der Skalierbarkeit. Die meisten Technologieinitiativen scheitern an der Skalierbarkeit, weil sie auf Komponenten von Drittanbietern angewiesen sind, die nicht miteinander kommunizieren, und weil sie versuchen, alles auf einmal zu erreichen. Deshalb beginnen die meisten unserer Kunden mit einer einfachen Frage: „Wo befinden sich meine Vermögenswerte?“ Von dort aus schaffen sie zunächst Klarheit innerhalb ihres eigenen Betriebs. Sobald diese Grundlage stabil ist, wird die Ausweitung der Transparenz nach außen zu einem logischen nächsten Schritt und nicht zu einem riskanten Sprung.

So skalieren Ökosysteme in der realen Welt. Ich werde diesen schrittweisen Ansatz auf der IntralogisteX vorstellen!

F: Was ist das Wichtigste, das die Teilnehmer aus Ihrer Sitzung am 18. März mitnehmen sollen?
A: Dass Transparenz nur die halbe Miete ist. Der wahre Vorteil einer vernetzten Lieferkette ist die Kontinuität bei Übergaben. Wenn die Daten den Vermögenswerten automatisch folgen, ist Zusammenarbeit nicht mehr nur eine Übung in manueller Abstimmung, sondern wird zu Ihrem größten Vorteil.

Nehmen Sie an der Diskussion teil

Sitzung: „Die vernetzte Lieferkette: Wenn Zusammenarbeit zum Vorteil wird“
Referent: Carl McInerney
Zeit: 10:20 Uhr – 10:40 Uhr (britische Zeit)
Datum: 18. März 2026
Ort: IntraLogisteX, NEC Birmingham

Haben Sie ein bestimmtes Problem in Ihrer Lieferkette? Ob es sich um Vermögensverluste, Datenlücken zwischen Partnern oder manuelle Abstimmungsprobleme handelt, besuchen Sie Carl und sein Team am Stand 450. Wir sind dort, um Ihre spezifischen Herausforderungen zu besprechen und einen Weg zu finden, wie Sie Ihre Daten für sich nutzen können.

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Bei Connected Load Carrier bieten wir jedem Kunden eine personalisierte und effiziente Erfahrung und begleiten Sie mit einem engagierten Kundenbetreuer durch den gesamten Prozess.

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